Nach einem packenden Zweikampf mit dem Kreisrivalen von Viktoria Jüterbog schaffte der FSV 63 Luckenwalde im Jahr 1994 den Aufstieg zur Fußball Landesliga Staffel Süd. Seit der Zugehörigkeit des FSV 63, erst unter Trainer Carsten Müller, ab 1997 unter Klaus Kornmüller, zur Fußball- Landesliga spielte die Mannschaft durchweg oben mit.
1999 verpasste man nur knapp im Relegationsspiel gegen SV Altlüdersdorf den Aufstieg in die Verbandsliga. Endlich dann nach fünf vergeblichen Anläufen glückte im Jahr 2000 der lang ersehnte Aufstieg in die Verbandsliga Brandenburg. Zu diesem Zeitpunkt war er fast sensationell, denn der Aderlass vor der Saison - acht Stammspieler verließen den Verein bzw. beendeten ihre La ufbahn - war riesig. Am Ende ging es äusserst knapp zu und es musste bis zur letzten Sekunde gezittert werden. Punktgleich mit dem Kolkwitzer SV entschied ein einziges Tor zu Gunsten der Luckenwalder.
1990 kam es im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands zur Auflösung
des Vorgängervereins TSV Luckenwalde.
Noch im gleichen Jahr, am 12.
Juli 1990, gründete sich der Fußballsportverein FSV 63 Luckenwalde,
der als Hommage an den TSV Luckenwalde dessen Gründungsdatum 1963 in
seinen neuen Vereinsnamen mit aufnahm. Seither widmete sich der neue Fußballverein
in Luckenwalde intensiv der Nachwuchsförderung.
Die Ergebnisse einer zielgerichteten und methodischen Kinder- und Jugendarbeit
im Fußball ließen dann auch nicht lange auf sich warten. Zahlreiche
Erfolge konnten so im Nachwuchsbereich errungen werden. Im September 1994
hielt zudem der Damenfußball Einzug in die Männerdomäne Fußball.
Nach sieben Jahren wechselte dann im Sommer 2001 die Frauenmannschaft geschlossen
den Verein und fand bei der SG Stern Luckenwalde ihre neue Heimat.
Schema der Vereinsentwicklung von 1. LSV, BV und VfB
Luckenwalde von 1946 bis 1998
100 Jahre Fußball in Luckenwalde
Dokumentation als PDF-Datei (1,6 MB)
Die Europhie war groß - hinter dem Mitaufsteiger aus Neuruppin hatte der FSV 63 die zweitgrößte Zuschauerresonanz in den Heimspielen. Recht bald musste man aber einsehen, dass das Niveau in der neuen Spielklasse weitaus höher war. Am Ende der ersten Verbandsligasaison sprang dann noch ein 13. Platz heraus.
Zur Saison 2001/02 gab es dann einen Trainerwechsel zu Bodo Sommer, der
mit dem FSV- Team in einem furiosen Finish mit drei Siegen aus den letzten
vier Spielen gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte den für
nicht mehr möglich gehaltenen Klassenerhalt sicherte.
In der darauf
folgenden Saison folgte dann ein sensationeller 7. Platz. Diese Saison war
bis lang die erfolgreichste des jungen Luckenwalder Fußballvereins überhaupt.
Denn die zweite Männermannschaft schaffte den Aufstieg in die Landesklasse,
die dritte Männermannschaft erreichte das Kreispokalendspiel, unterlag
dort aber der SG Woltersdorf, und schaffte gleichzeitig den Aufstieg in die
Kreisliga.
Zudem erreichten die A-Junioren erreichten das Landespokalendspiel
und unterlagen dem FC Energie Cottbus nur knapp im Elfmeterschießen,
die FSV 63 B-Junioren sicherten sich den Aufstieg in die Landesliga und die
C- Junioren des Vereins wurden Vizelandesmeister sowie Landespokalsieger.
Das schwärzeste Jahr der jüngeren Vereinsgeschichte erlebten Spieler,
Offizielle und Fans dann in der Saison 2004/05. Wie bereits drei Jahre zuvor
lag der FSV Luckenwalde mit gerade einmal sieben Punkten auf der Habenseite
abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Zudem legte Trainer Bodo Sommer
Mitte der ersten Halbserie nach der 0:6- Heimpleite gegen den FC Schwedt
sein Amt nieder und griff damit seiner Beurlaubung vorweg.
Zwei Wochen später übernahm Frieder Andrich die Trainingsleitung
beim FSV- Verbandsligateam. Dieser holte aus den bis zur Winterpause noch
sieben verbliebenen Spielen immerhin sieben Punkte, nachdem die FSV- Elf
bis zum zehnten Spieltag noch nicht einmal einen einzigen Punkt ergattern
konnte. In der Winterpause verstärkten dann acht neue Spieler das Verbandsligateam,
darunter waren auch regional- und oberligaerfahrene Akteure. Und tatsächlich
sollte der bei vielen Verbandsligakennern nicht mehr für möglich
erachtete Klassenerhalt geschafft werden. Mit 28 Punkten in der Rückserie
gelang durch ein 3:2- Heimsieg gegen den BSV Guben- Nord am letzten Spieltag
dieses kleine Fußballwunder.