Gemeinsam mit dem 1951 gegründeten Verein „BSG Motor“ wurde
Fortschritt schließlich am 15. November 1963 in die Turn- und Sportvereinigung
umgewandelt.
Ihren ersten großen Erfolg konnte die Turn- und Sportvereinigung
in der Spielsaison 1965/66 verbuchen. Sie wurde Meister der Staffel D der
Bezirksklasse. Im Entscheidungsspiel gegen Lok Seddin gewann der TSV Luckenwalde
und stieg in die Bezirksliga auf.
Zahlreiche Namenswechsel prägten nach dem zweiten Weltkrieg zunächst
das Fußballgeschehen in Luckenwalde. So kam es am 24. März 1946
erst einmal zur Bildung einer Stadtmannschaft – Fußball, die
sich aus den Fußballabteilungen des 1. Luckenwalder Sportverein (1.
LSV), dem Luckenwalder Ballspielverein und dem Verein für Bewegungsspiele
(VfB) zusammensetzte.
Die Luckenwalder Fußball- Stadtmannschaft hatte
allerdings nicht lange Bestand. Bereits am 13. Oktober 1946 wurde der 1.
LSV in Luckenwalde- Nord umbenannt. Heimstätte blieb das heutige Werner-Seelenbinder-Stadion.
Der Luckenwalder Ballspielverein wurde zu Luckenwalde-West umbenannt (Fichte-Sportplatz).
Der Verein für Bewegungsspiele (VfB), im Ernst-Kloß-Stadion aktiv,
wurde Luckenwalde-Süd.
Doch auch die Umbenennung in Luckenwalde- Nord sollte nur auch einige wenige
Jahre halten. So wurden Sportvereine Betriebssportgemeinschaften (BSG‘en).
Die Basis der Sportgemeinschaften bildeten dann die Industriegemeinschaften.
Der Sport stand nun unter der Schirmherrschaft von FDJ
und FDGB.
Danach wurde Luckenwalde-
Nord der IG Konsum und Industrie zugeordnet. Im Jahr 1950 änderte sich
so der Vereinsname erneut. Der neue Fußballverein in Luckenwalde hieß ab
dem 1. März 1950 „Fortschritt“.
Doch bereits die Saison 1967/68 brachte den Abstieg aus der damals dritthöchsten
Spielklasse im DDR- Fußball. Ein Jahr später holte sich der
TSV aber wieder den Meistertitel in der Bezirksklasse. Durch einen 3:0-
Sieg im Spiel gegen die SG Bornim vor der Rekordkulisse von 1700 Zuschauern
machte der TSV Luckenwalde so den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksliga
perfekt.
Die Siegermannschaft setzte sich wie folgt zusammen:
Nitsche,
Tinius, Gessat, Cebula, Leonhard, Dripp, Koenig, Kohring, Wulkow, Skersbrepp,
Große, Riethdorf, A. Ladewig, W. Ladewig, Voigtmann, Mayer, Jatz,
O. Schulze, und J. Schulze.
Drei Jahre später - am 25. Juni 1972 - stand die TSV-Elf mit Trainer Günter Dutschke im Endspiel um den FDGB-Bezirksligapokal gegen Motor Hennigsdorf vor ihrem nächsten großen Erfolg. 1000 Luckenwalder Fußballfans waren im Stadion in Beelitz dabei. Doch nach einem spannenden Elfmeterschießen hielten die Hennigsdorfer den Pokal in ihren Händen.
1978 folge dann der zweite Abstieg in die Bezirksklasse. Mit aller Kraft und neu formierter Mannschaft gelang unter Trainer Rüdiger Riethdorf jedoch wiederum nur eine Saison später der wiederholte Aufstieg in die Bezirksliga.
Im Jahre 1984 standen die Fußballer des TSV Luckenwalde dann erneut im Endspiel um den FDGB-Pokal. Doch abermals durften nicht die Luckenwalder, sondern der Gegner jubeln. Das Spiel gegen Chemie Velten endete schließlich 3:2 für die Veltener. 1988 feierte die Turn- und Sportvereinigung ihr 25-jähriges Bestehen. 25 Jahre erfolgreiche Sportarbeit der TSV Luckenwalde boten Anlass, vielen ehrenamtlichen Sportsfreunden Dank und Anerkennung auszusprechen.